
Kirchenorgeln
Mönch-Orgel Christkönig Berghausen


Victorianische Orgel St. Pius X. Söllingen
Die alte Orgel wurde 1956 durch Orgelbau Wagner in Grötzingen erbaut. Sie besaß 28 Register (davon 20 klingend), zwei Manuale, Pedal, Koppeln und eine 2-fach Setzeranlage mit einem abgesetzten Spieltisch und elektrischer Spieltraktur. Die Abmessungen waren 5m x 4,6m x 2m (BxHxT).
Historie des Orgelprojekts Söllingen
Die Orgel wurde bei der Kirchenrenovation 1986 komplett gereinigt und generalüberholt. Aber bereits 1993 standen weitere Reparaturarbeiten an. Aufgrund der hohen Reparaturkosten und auf Empfehlung des erzb. Orgelinspektors Prof. Schröder entschied der Pfarrgemeinderat, keine weitere Investitionen zu tätigen. Die Orgel sollte nur noch durch Stimmung und mit kleineren Reparaturen solange als möglich erhalten werden. Daraufhin wurde 1994 ein erster Gedanke für eine neue Orgel gefasst. Die Idee war, eine Orgel der Fa. Vladimir Slajch aus Böhmen anzuschaffen. Aufgrund der fehlenden Finanzbasis war das Vorhaben aber nicht realisierbar. Seit 1993 wurden die ersten Spenden für eine neue Orgel getätigt. Es folgten einige kirchenmusikalische Feierstunden und Veranstaltungen zu Gunsten einer neuen Orgel. In der Zwischenzeit haben Mitglieder der Pfarrgemeinde bis heute immer wieder regelmäßig für eine neue Orgel gespendet.
2006 hat sich der Zustand der Orgel so verschlechtert, dass die betreuende Orgelbaufirma ihre Arbeiten eingestellt hat. In ihrem Gutachten von 2006 heißt es: „aufgrund einzelner mittlerweile fehlender Töne und Aussetzer der elektr. Registrierung werden die erforderlichen Reparaturarbeiten sehr aufwendig. Risse im Holz und im Luftsystem erfordern hohe Arbeitsaufwände, die elektr. Steuerung am Spieltisch ist durch Kontaktverschleiß sehr stark abgenutzt, die Ventile der Orgelpfeiffen werden durch abgenutzte Lederdichtungen nicht mehr korrekt abgedichtet, die elektr. Magnete für die Pfeiffen sind sehr stark ausgeschlagen, ....“ kurzum das Instrument hat sein Lebensende erreicht und wird zunehmend nicht mehr spielbar werden.
Daraufhin entschied der Pfarrgemeinderat 2007, ein Orgelprojekt im Kostenrahmen von ca. 150.000 Euro anzugehen. Ein Jahr später, im Oktober, erfolgte im Rahmen einer musikalischen Veranstaltung mit der Jugendmusikschule Bretten im kath. Gemeindezentrum Söllingen eine Information über den Zustand der Orgel, verbunden mit der Werbung für einen Orgelneubau. 2012 wurden das Thema Orgel im Pfarrgemeinderat neu angebracht um die nunmehr 20 Jahre andauernde Orgelprojektphase in irgendeiner Form zu beenden. Hierbei sollte im Rahmen der möglichen Mittel nach Gebraucht- oder kleineren Instrumenten gesucht werden. Recherchen, Kontakte wurden getätigt und Angebote eingeholt, so dass dann in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Dienststellen Ende 2012 der Antrag für eine neue Orgel gestellt werden konnte. Im Mai 2013 wurde die Anschaffung einer neuen Orgel durch das erzb. Ordinariat genehmigt.
Die neue Orgel in Söllingen
Das neue Instrument ist eine Victorianische Orgel aus dem Jahr 1865. Die Orgel stammt aus Colwyn Bay, einer Stadt im Norden der Grafschaft Wales ca. 80 km von Liverpool entfernt. Aufgrund der Substanz dieser historischen Orgel und der vollständigen Restaurierung entsteht ein fast neuwertiges Instrument von hoher Qualität. Die Restaurierung wird durch die Firma Feenstra aus den Niederlanden durchgeführt. F.R.Feenstra Orgelrestauratie aus Grootegast hat sich auf Restaurierungen von englischen Orgeln spezialisiert und arbeitet mit sorgfältiger und hoher handwerklichen Qualität.
Die neue Orgel wurde am 31. Oktober 2013 in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht mit Werken von Charles Gounod, W. A. Mozart, Edward Elgar, William Faulkes, Franz Liszt, Sigfrid Karg-Elert.
KMD Mathias Kohlmann, Orgel
Schola der kath. Seelsorgeeinheit Pfinztal
Finanzierung
Sparkasse Karlsruhe (BLZ 660 501 01)
Stichwort "Orgel Söllingen".
Disposition
WHITELEY, CA. 1865, BETHLEHEM CHAPEL COLWYN BAY
GREAT C-f3
Open Diapason 8 ft. 24 im Prospekt
Stop Diapason 8 ft. Metall mit Rohren
Principal 4 ft. Octave
Twelfth 3 ft. Quint
Fifteenth 2 ft. Octave
SWELL C-f3
Double Diapson 16 ft. Ab C0, holz gedackt
Violin Diapason 8 ft. 12 aus SD, leicht gambiert
Stop Diapason 8 ft. Holz gedackt
Gemshorn 4 ft. Konisch, leicht gambiert
Sesquialtra 3 rks. Terzmixtur
Cornopean 8 ft. Trompete
PEDAL C-e (29)
Grand Bourdon 16 ft. Holz gedackt, grosse Mensur
Koppeln
Swell to Pedal
Swell to Great
Great to Pedal
Abmessungen
Höhe: 3.90 m
Tiefe: 1.90 m (mit Pedal + 2.40)
Breite: 2.90 m
Mönch & Prachtel Orgel Wöschbach

Die Mönch & Prachtel Orgel wurde 1980 errichtet. Im Zuge des Umbaus der Kirche wurde die Orgel im Jahr 2011 generalüberholt. Am Sonntag, den 28.8.2011, war es dann soweit: Die Orgel konnte wieder in der Messe erklingen. Bei den meditativen Stücken aus dem 19. Jahrhundert kamen besonders die Zungenregister zur Geltung. Mit der neuen Oboe 8' auf dem II. Manual und der wieder funktionsfähigen Bifaria lassen sich auch neue Solokombinationen verwirklichen. Nach den akustisch unbefriedigenden Übergangszeiten ließ sich auch der Gemeindegesang wieder kräftig anführen. In den nächsten Monaten soll die Orgel in Gottesdienst und Konzert in vielfacher Weise eingesetzt werden.
Disposition der Mönch & Pracht Orgel Wöschbach
| Hauptwerk I. Man. | C-g3 | Positiv II. Man. | C-g3 | Pedalwerk | C-f1 |
| Bourdon | 16' | Rohrgedackt | 8' | Subbaß | 16' |
| Principal | 8' | Salicional | 8' | Octavbaß | 8' |
| Holzflöte | 8' | Spitzpraestant | 4' | Tenoroctav | 4' |
| Bifaria | 8' | Quinte | 22/3' | Posaune | 16' |
| Praestant | 4' | Octavin | 2' | ||
| Holztraverse | 4' | Terz | 13/5' | ||
| Octave | 2' | - Halbzug | 1' | ||
| - Halbzug | 11/3' | Zimbel 4f. | 1' | ||
| Mixtur 4f. | 11/3' | Hautbois | 8' | ||
| Cornett 5f. | 8' | ||||
| Trompete | 8' |






